Alte Menschen  

Pflege: christlicher Auftrag und Zukunftsaufgabe

Übersicht:

Zwei Pfleger stützen ältere Dame

Die Stärkung der Pflege alter, kranker und hilfebedürftiger Menschen ist für die Caritas angesichts der demografischen Herausforderungen eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Ganzheitliche Pflege ist ein urchristlicher Auftrag. Die Caritas fordert deshalb, dass alle Verantwortlichen in einen Dialog darüber eintreten, wie alte Menschen in Zukunft gepflegt werden. Gefragt ist aber auch jeder einzelne. Die Verantwortung für einen alten Menschen kann weder an den Staat delegiert noch an der Tür eines Pflegeheimes abgegeben werden.

Hauptforderungen an eine menschenwürdige Pflege, die den ganzen Menschen im Blick hat, sind:

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ambulanten Diensten und Altenheimen erbringen eine qualitativ hochwertige Pflege unter schwierigen Rahmenbedingungen. Sie brauchen Unterstützung und Entlastung, beispielsweise durch Angehörige und Ehrenamtliche. 
  • Kostendeckende Vergütungs- und Entgeltstrukturen sind notwendig, denn: Qualität in der Pflege hat ihren Preis.

Um das Bild der Pflege in der Gesellschaft zu verbessern und für bessere Rahmenbedingungen in der ambulanten und stationären Pflege einzutreten, gibt es die Aktion Pflegesignal in Rheinland-Pfalz.

Die stationären Altenhilfe-Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland traten 2009 mit der Aktion "Jetzt schlägt’s 13" in einen Dialog mit der Öffentlichkeit.

Stationäre Einrichtungen der Altenhilfe: Qualität steht im Mittelpunkt

Ältere Herr im Rollstuhl.
Deutscher Caritasverband e.V.

Die Caritas sieht eine grundlegende Aufgabe darin, die Qualität in der Pflege weiter zu entwickeln.

Dazu gehört in den stationären Einrichtungen der Altenhilfe zum Beispiel:

  • Flexible Angebote der Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft
  • Steigerung von Wohnqualität
  • neue Betreuungskonzepte insbesondere für an Demenz erkrankte Menschen
  • Angebote der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege sowie des betreuten Wohnens

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Qualitätskatalog für stationäre Einrichtungen

Für die ersten 30 katholischen Altenhilfeeinrichtungen aus der Diözese Trier und aus weiteren Diözesen war die Teilnahme am Modellprojekt "Qualitätskatalog für Katholische Einrichtungen der stationären Altenhilfe (QKA)" in den Jahren 2007 und 2008 ein Meilenstein, um die Pflege und Betreuung weiter zu entwickeln. Ein systematisches, an christlichen Werten ausgerichtetes Qualitätsmanagement unterstützt sie dabei. Der vom Diözesan-Caritasverband Trier initiierte Qualitätskatalog QKA ist eine gute Basis, um das hohe fachliche Niveau in katholischen Einrichtungen der Altenhilfe zu sichern und transparent zu machen. 2008 begannen weitere Altenhilfeeinrichtungen damit, ihre Qualitätsmanagementsysteme zu analysieren und im Sinne des QKA weiter zu entwickeln. Dabei sind alle Bereiche einer Altenhilfeeinrichtung von der seelsorglichen Begleitung bis hin zu Pflege und Ernährung einbezogen.

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Ambulante Dienste

Die Ambulanten Dienste entwickeln ebenfalls die Qualität ihrer Pflegeleistungen weiter. Dazu gehören unter anderem:

  • Entwicklung von Pflegeleitbildern und Pflegestandards
  • verbesserte Erreichbarkeit für die Patienten
  • Zusatzangebote für pflegende Angehörige

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Fort- und Weiterbildungsangebot

Gut qualifizierte Mitarbeiter sind die beste Voraussetzung für menschenwürdiges Pflegen. Der Diözesan-Caritasverband bietet deshalb ein differenziertes Fort- und Weiterbildungsangebot für Pflege-Mitarbeiter.

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