Alte Menschen  

Pflegepersönlichkeiten gesucht!

"Wir brauchen Pflegepersönlichkeiten": Anne Simon, Leiterin der Fachschule für Altenpflege der Vereinigten Hospitien Trier, möchte junge Menschen dazu motivieren, den Beruf des Altenpflegers zu erlernen. "Altenpflege ist ein Beruf mit Perspektive, der in allen Sparten der Pflege zum Beispiel in Altenheimen, Krankenhäusern, Gereatrischen Kliniken, Reha-Kliniken und in der ambulanten Pflege gebraucht wird", so Anne Simon.

Krankenpfleger am Bett eines Patienten

Um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, werden kompetente Altenpfleger dringend gebraucht. Nach einer Prognose des Statistischen Bundesamtes werden bis zum Jahr 2020 etwa 50.000 Altenpflegekräfte mehr benötigt als heute. Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften, von der Altenpflegehelferin über die examinierte Altenpflegefachkraft bis hin zur Pflegemanagerin, wird in den nächsten Jahren noch weiter steigen.

Der Mangel an Fachkräften ist dabei nur eine der Herausforderungen, vor denen die Altenpflege steht. Die demographischen Veränderungen und die knapper werdenden Finanzmittel sind Rahmenbedingungen, unter denen die katholischen Träger eine am christlichen Menschenbild orientierte ganzheitliche Pflege leisten. Gut qualifiziertes Pflegepersonal ist dabei der Schlüssel, um die Betreuung alter, pflegebedürftiger Menschen weiterzuentwickeln.

Zukunftsmodell: Integrative Ausbildung

Der Caritasverband für die Diözese Trier befürwortet als Zukunftsmodell der Pflegeausbildung eine integrative Pflegeausbildung: Auf der Basis einer gemeinsamen Grundausbildung im Bereich der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege wird eine weitergehende Spezialisierung für das jeweilige Arbeitsfeld aufgebaut.

Fachschulen für Altenpflege

Dem Diözesan-Caritasverband angeschlossen sind drei staatlich anerkannte Fachschulen für Altenpflege. Diese bilden examinierte Fachkräfte der Altenpflege aus. Sie gewährleisten eine fundierte dreijährige Ausbildung in Theorie und Praxis, die zu einer interessanten, verantwortungs- und anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit qualifiziert: als staatlich anerkannte(r) Altenpfleger/-in in ambulanten (Sozialstationen), teilstationären (Tagespflege) und stationären (Kurzzeitpflege, Altenheim) Einrichtungen der Altenhilfe. Die Fachschulen arbeiten dabei eng mit den Altenhilfeeinrichtungen zusammen, um die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Die Ausbildung in den Fachschulen bereitet die künftigen Altenpfleger auch darauf vor, auf fachlich qualifizierter, interdisziplinärer Basis mit anderen Pflege-Professionen zusammenzuarbeiten, wie zum Beispiel Ärzten, Therapeuten und soziale Diensten.