Gottesdienste

Auf der Kampagnenwebsite des Deutschen Caritasverbandes finden Sie Materialien und Gottesdienstvorschläge.

 
Kontakt
Caritas-Sonntag: Diözesan-Caritasverband, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 0651 9493-111, jacquemoth-g@caritas-trier.de
 
Info

Netzwerk von Hilfen

 

Im Bistum Trier bieten katholische Träger ein Netzwerk von Hilfen für Menschen mit Behinderung. Dazu gehören 155 Dienste und Einrichtungen, in denen rund 16 150 Menschen betreut werden. Es gibt beispielsweise Wohnangebote, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Tages- und Förderstätten sowie Sozialpädagogische Zentren und Kinderfrühförderung.

 
Caritas-Kollekte 2010

Herzliches Dankeschön!

 
Bei den Caritaskollekten 2010 im Februar und im September wurden insgesamt 226 056 Euro gespendet. Von dieser Summe blieb die Hälfte, 113 028 Euro, in den Pfarreien. Die andere Hälfte des Sammlungserlöses verwendet das Bistum Trier zur Unterstützung der sozial-caritativen Arbeit im ganzen Bistum. Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Dankeschön!
 
Sie helfen uns  

Caritas-Sonntag am 18. September 2011 

"Kein Mensch ist perfekt. Behinderte Menschen - Menschen wie Du und ich"

 
Drei Fragen an Prälat Franz Josef Gebert, den Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes Trier


"Kein Mensch ist perfekt. Behinderte Menschen - Menschen wie Du und ich": Worum geht es beim diesjährigen Caritas-Sonntag in unseren Pfarrgemeinden?
 
Franz Josef Gebert
Es geht um einen Wechsel der Blickrichtung: Menschen mit Behinderungen werden nicht von einer festgelegten "Normalität" her gesehen als die anderen, die Bedauernswerten, die nicht eigenständig leben können - die Behinderungen sind vielmehr Teil der Normalität, sie sind Teil einer selbstverständlichen Vielfalt. Es geht darum, Bedingungen zu schaffen, dass sich diese Vielfalt des Lebens im Alltag entfalten kann. Menschen mit einer Behinderung haben ganz "normale" Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse. Da bleibt freilich noch manches zu tun und im Alltag zu verändern. Dies ist gemeint, wenn wir von „Inklusion“ von Menschen mit Behinderung sprechen, so wie es die UN-Behindertenrechtskonvention fordert.
 
Was sollten die Pfarreien, was sollte jeder Einzelne tun, um Menschen mit Behinderung aufmerksam zu begegnen?
 
Das erste ist tatsächlich die Aufmerksamkeit. Der einzelne kann versuchen, sich in die Situation eines Menschen, der mit einer Behinderung lebt, zu versetzten und von daher zu beurteilen, wie er sich verhalten soll, was auch an Hilfe und Unterstützung angebracht ist. Für die Pfarreien ist der erste Schritt, Menschen mit Behinderungen in den Gottesdiensten und anderen Begegnungen als etwas Selbstverständliches anzusehen und ganz „normal“ damit zu leben. Neben dem Abbau der inneren Barrieren ist allerdings auch der Einsatz für die äußere Barrierefreiheit wichtig. Das erfordert meist auch ein deutliches finanzielles Engagement.
 
 
Kampagnenmotiv 2011
Und was tut die Caritas selbst, um Menschen mit Behinderung Chancen zur Inklusion zu geben?

 

Inklusion findet vor allem dort statt, wo die sozial-caritativen Dienste und Einrichtungen Menschen mit Behinderung begleiten und betreuen: In Werkstätten, Wohnprojekten oder Förderstätten. Inklusion bedeutet aber auch, Menschen mit Behinderung Räume zu geben, wo sie ihre Talente zeigen können, in gemeinsamen Musikprojekten und Kunstausstellungen zum Beispiel. Das bundesweite Projekt "b.kunst" der Caritas, an dem sich aus dem Bistum Trier die Einrichtung der Barmherzigen Brüder in Saffig beteiligt, ist ein Beispiel.Langfristig wollen wir eine Bewusstseinsbildung in die Kirche und die Öffentlichkeit hinein schaffen. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist hier sehr klar und eindeutig. Es gilt, diese umzusetzen. Dazu braucht es Hilfe, weil viele sich hier leicht überfordert sehen. Auch in den eigenen Einrichtungen und Diensten wollen wir diese neue Blickrichtung in den Alltag übersetzen. Das lässt sich nicht „mit der linken Hand“ machen und erfordert einen nachhaltigen Einsatz.