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Stand: 27.04.2018

Pressemitteilung

Leben in Fülle mit Trommel und Osterstrauch

Im vollbesetzten Zelt singen und klatschen rund 400 Gäste. Los geht's mit im vollbesetzten Zelt mit einem gemeinsamen Lied.Gaby Jacquemoth

"Mein Leben hat Fülle - und es gibt noch mehr davon". Das Motto des diesjährigen Begegnungstages für Menschen mit und ohne Behinderung am Samstag, den 14. April, war treffend gewählt. An dem sonnigen Frühlingstag freuten sich rund 400 Menschen aus Behinderteneinrichtungen im Bistum Trier und erstmals auch aus Luxemburg darüber, dass ihre Lebensfreude und Kreativität dem Bistumsfest ein besonders fröhliches Gesicht gaben: Die Gäste trommelten vor dem Trierer Dom, tanzten, sangen und bastelten in verschiedenen Workshops und präsentierten originelle selbst gestaltete Bilder und einen geschmückten Oster-Strauch, der seinen Platz mit anderen Exponaten auf der Altartinsel im Dom fand. 

"Begegnungstag für Menschen mit und ohne Behinderung": So heißt das vom Diözesan-Caritasverband und dem Arbeitsbereich Diakonische Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat jedes Jahr während der Heilig-Rock-Tage veranstaltete Fest. Dieses Jahr hatten die Teilnehmer des Tages eine besondere Aufmerksamkeit: Die im Rahmen der "Woche für das Leben" in Trier weilenden kirchlichen Prominenten, Kardinal Reinhard Marx und der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, kamen nach dem Eröffnungsgottesdienst zusammen mit Bischof Stephan Ackermann in das Kulturzelt. Sie wurden herzlich begrüßt und folgten der Einladung zum gemeinsamen Mittagessen. Fotokameras klickten, es gab Gruppen- und Einzelfotos mit den Würdenträgern und viele Gespräche.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es ein besonderer Tag, der sehr gut ankam: "Es gefällt uns gut. Alles, der Dom, das Trommeln, das Tanzen", erzählten Gäste aus dem Haus Eulenhorst in Koblenz. Eine fünf-köpfige Gruppe aus dem Institut St. Joseph in Luxemburg war vom Trommelworkshop begeistert. Andere hören gespannt der Führerin zu, die ihnen die Liebfrauenbasilika erklärte. Oder es gab Gruppen, die sich Trier anschauten, ein Eis aßen oder einfach mit ihrer Gruppe auf dem Domfreihof zusammensaßen. Ihre Betreuerinnen und Betreuer reichten ihnen oft eine helfende Hand, aber auch untereinander gaben die Teilnehmer des Begegnungstages gut aufeinander acht.

Das man sich gegenseitig helfen und achtsam sein soll, war auch der Wunsch von Weihbischof Franz Josef Gebert, der einen sehr lebendigen Gottesdienst mit Chorgesang der Gruppe "Caritakt" und einer Trommeleinlage von Menschen aus dem Kloster Ebernach zelebrierte. Der Caritas-Vorsitzende machte den Besuchern Mut, auf Gott zu vertrauen, auch in schweren Stunden des Leids: "Gott lädt uns ein, uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Er ist die Tür zu einem Leben im Glück". Im Laufe des Gottesdienstes sagten Menschen mit Behinderung, was sie selbst als "Leben in Fülle" verstehen: Dies waren zum Beispiel Liebe, Träume haben, aber auch praktische Dinge des Lebens wie eine eigene Wohnung zu haben.

Der Gottesdienst bildete den Abschluss eines Tages, in dessen Mittelpunkt die Gemeinschaft stand. Viele waren erschöpft, aber glücklich, als gegen 15 Uhr ein langer und erlebnisreicher Tag in Trier mit der Heimfahrt in die Einrichtungen zu Ende ging. 

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