Die Bahnhofsmissionen helfen beim Ein-, Aus- und Umsteigen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Berliner Hauptbahnhof ist der Bahnsteig ihr HaupteinsatzortWerner Krüper
Unter dem Motto "Menschen bewegen. Bahnhofsmission." öffnen lokale Bahnhofsmissionen am 21. April bundesweit ihre Türen. Im Bistum Trier laden die Standorte in Koblenz, Trier und Saarbrücken dazu ein, die Arbeit aus nächster Nähe kennenzulernen. Die Arbeit der Bahnhofsmissionen wird überwiegend von Ehrenamtlichen getragen, im Bistum Trier sind es ca.50 Freiwillige. Sie helfen durchschnittlich etwa 30.000 Menschen im Jahr.
Offene Türen für alle, Unterstützung bei Bahnreisen und Beratung oder Hilfe in Notlagen bieten die Bahnhofsmissionen in über 100 Städten bundesweit jeden Tag. Den wenigsten Menschen ist aber bewusst, dass Bahnhofsmissionen auch Orte sind, an denen Kirche gelebt wird: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen ein unbürokratisches und vertrauliches Hilfeangebot. Sie tun dies oft zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht mehr erreichbar ist. Die Bahnhofsmissionen sind gut vernetzt mit den Hilfeangeboten vor Ort und vermitteln auf Wunsch auch an andere caritative Fachdienste oder Einrichtungen. Mit diesem Angebot entwickeln sich die Bahnhofsmissionen mehr und mehr auch zum "Seismographen" für Armutsentwicklungen. Die Zahl drogenabhängiger Jugendlicher, die in der Bahnhofsmission "stranden", steigt hier bundesweit ebenso wie die Zahl wohnungsloser Menschen. Eine große Anzahl von Ratsuchenden, die sich in akuten psychischen und existentiellen Notlagen befinden, stellt für die Bahnhofsmissionen eine besondere Herausforderung dar. Mit Schulungsangeboten unterstützt der Diözesan-Caritasverband Trier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmissionen dabei, diesem immer komplexer werdenden Hilfebedarf entsprechen zu können.