Caritas-Fluthilfe im Endspurt
Meilensteine im Fluthilfe-Projekt

Unmittelbar nach dem Hochwasser 2021 startete die Caritas-Fluthilfe mit Soforthilfe-Maßnahmen. Es galt hierbei schnelle und pragmatische Lösungen zu finden, wie z. B. die Bereitstellung von Bautrocknern neben finanziellen Soforthilfen. Im Anschluss an die Soforthilfe traf z.B. der Caritasverband Westeifel die bewusste Entscheidung, auch als Anlauf- und Beratungsstelle bei der Abwicklung von Landesanträgen im Wiederaufbau mittel- bis langfristig zu begleiten. Dies stellte sich insbesondere aufgrund fehlender staatlicher Anlaufstellen in der betroffenen Region als größte Herausforderung wenngleich hilfreichstes Angebot heraus. Die Aufgaben der Fluthilfe wurden komplexer und so wuchs ein kompetentes Team mit qualifizierten Mitarbeitenden in verschiedenen Zuständigkeitsbereichen heran, von der Koordination über Beratung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und sozialräumlichen Projekten zur Stärkung der Gemeinschaft in flutbetroffenen Orten. Im Rahmen eines sozialraumorientierten Vorgehens fanden Nachsorgeprojekte in den verschiedenen Gemeinden statt. "Mit der Zeit und den Fortschritten im Wiederaufbau gab es einen Perspektivwechsel bei den inhaltlichen Schwerpunkten, über Nachsorge hin zu Vorsorge und Prävention", erklärt Dr. Alexander Knauf, Fluthilfekoordinator, Caritasverband Westeifel e.V.
Wichtige Fristen in der Flut- und Wiederaufbauhilfe
Die Fluthilfeangebote sind projektgebunden und enden somit final am 31.12.2026. Darüber hinaus endet die Frist für staatlich geförderte Wiederaufbauhilfe bei der Investitions- und Strukturbank (ISB) Rheinland-Pfalz am 30.06.2026. "Eine Bewilligung kommt im normalen Fall wirklich schnell, aber der weitere Prozess und die Abwicklung des Antrags braucht eine längere Bearbeitungszeit, die unbedingt eingeplant werden sollte", erläutert Nina Nachtsheim, Fluthilfekoordinatorin und Beraterin, Caritasverband Westeifel e.V.
Endspurt - Jetzt gilt‘s
Im letzten Abschnitt des Projektes befindet sich die Fluthilfe nun im Endspurt. Transportiert wird diese Botschaft durch die gleichnamige Kampagne des Caritasverbands Westeifel, die bereits im vergangenen Jahr startete und zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen zwecks Information und Beteiligung der allgemeinen Öffentlichkeit initiierte. Für die verbleibende Projektzeit gilt: Es sollen noch so viele Menschen wie möglich erreicht werden, um die letzte Chance auf staatliche Hilfen zu nutzen.
Deshalb gilt es jetzt! Wenn Sie bereits einen Antrag gestellt haben oder betroffen sind und bisher keine Anträge gestellt haben, zögern Sie bitte nicht, sondern treten Sie mit den Mitarbeitenden aus der Fluthilfeberatung in Verbindung.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten der Caritas-Fluthilfe der Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Trier und Westeifel oder über die entsprechenden Beratungsstellen vor Ort.
Wiederaufbauhilfen laufen aus. Wie der Caritasverband Westeifel die Menschen unterstützt, sehen Sie in einem Beitrag des ZDF.
Text: Anne-Kathrin Zinnen Caritasverband Westeifel e.V. / Judith Wörz-Becker Caritasverband für die Diözese Trier e.V.