Soziales Europa: Hilfe für Ältere über Grenzen hinweg

Das im Oktober 2018 gestartete Projekt "Gut altern in der Großregion" wird von 27 Partnern aus Belgien, Deutschland (Rheinland-Pfalz, Saarland), Frankreich (Lothringen) und dem Großherzogtum Luxemburg getragen. Die Förderung erfolgt über das europäische EU-Programm "Interreg VA Großregion". Die Federführung des bis 2022 laufenden Projektes hat das französische Conseil départemental Lothringen mit Sitz in Metz. Der Caritasverband für die Diözese Trier ist als strategischer Partner in das Vorhaben involviert.
Ziel ist es, ältere Menschen bei ihrem selbstbestimmten Leben im Alter zu unterstützen: So geht es um die Verbesserung der Betreuung alter Menschen und ihrer pflegenden Angehörigen, die Planung und Gewährleistung eines anpassungs- und entwicklungsfähigen Wohnraums, die Unterstützung bei der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe der Senioren und den Aufbau einer virtuellen "Community Senior Activ". Um den Erfolg des Projektes zu sichern, sind viele Akteure des gesellschaftlichen Lebens involviert: Bürger, Pflege-Dienstleister, Sozialunternehmen, politische Institutionen, Unternehmen und Wissenschaftler.
Hintergrund des neuen grenzüberschreitenden Projektes ist die demografische Entwicklung. Die Großregion wird in den nächsten Jahrzehnten mit einer starken Veränderung ihrer "Alterspyramide" konfrontiert sein. Nimmt man die Dauer des Projekts "Gut altern in der Großregion" als Zeithorizont, so ist davon auszugehen, dass die Zahl der Senioren bis 2022 um 487 000 steigen wird, das heißt auf insgesamt 2,7 Millionen Menschen über 60 Jahre, die in der Großregion leben werden.