Geschichten

Tuany Aquino

Vom Zuckerhut ans Deutsche Eck

Tuany AquinoDie fröhliche und herzliche Art von Tuany Aquino ist ein Gewinn für das Team und eine Freude für die Kunden, wie hier beim Empfang von gespendeter Kleidung. Foto: Caritas Koblenz

Zunächst stand ein Sprachkurs mit anderen Freiwilligen aus Südamerika, Afrika oder anderen europäischen Staaten auf dem Programm. Danach konnte sie endlich in ihrer Wunscheinsatzstelle, dem Caritas-Kleiderladen, starten.

Als Second-Hand-Laden bietet der Kleiderladen ein reichhaltiges Angebot an Bekleidung, Schuhen und Haushaltswäsche, um in erster Linie Menschen mit geringem Budget zu unterstützen. "Die Arbeit und der direkte Kontakt mit vielen unterschiedlichen Menschen bereiten mir sehr viele Freude", erzählt die Psychologie-Studentin. "Es ist ein schönes Gefühl zu helfen." Sie nimmt Kleiderspenden entgegen, sortiert nach Größen oder Farben und platziert sie in den jeweiligen Regalen und Auslagen. Wenn es sein muss, zeigt sie auch ihre kreativen Talente, kürzt Hosen oder näht Röcke um.

Im Team des Kleiderladens, das aus 20 ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen besteht, war sie vom ersten Tag an willkommen. "Wir haben sie gleich ins Herz geschlossen", strahlt Einrichtungsleiterin Tatjana Juferew. "Ihre fröhliche und herzliche Art ist ein Gewinn für das Team und eine Freude für unsere Kunden."

Tuany Aquino hat nicht nur mit ihrem Reverse-Dienst, so nennt man das FSJ für junge Freiwillige aus allen Teilen der Welt, ihr Glück gefunden, sie fühlt sich auch in der Region sehr wohl. Die junge Brasilianerin lebt im Haushalt der Familie Brands in Spay. Zwei ihrer Gastgeschwister kennt sie bereits von deren Freiwilligendienst in Brasilien, als sie bei ihrer Familie untergebracht waren.

Fahrradfahren am Rhein, ein Spaziergang durch Koblenz oder der Besuch einer Sehenswürdigkeit: Tuany Aquino genießt das Leben in ihrer einjährigen Wahlheimat in vollen Zügen. Dass sie, wie es sich für eine Brasilianerin gehört, musikalisch ist und Rhythmus im Blut hat, beweist sie bei den regelmäßigen Proben und Auftritten des Chores mandacaru.