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Stand: 27.04.2018

Pressemitteilung

Dank Hilfe aus der Region Trier: Krebskranke Kinder haben neue Überlebenschancen

Projektbeteiligte, medizinisches Personal und ehemalige Patienten der Kinderkrebsstation in Sumy mit Ihren Müttern freuen sich über die fertiggestellte Kinderstation.Projektbeteiligte, medizinisches Personal und ehemalige Patienten der Kinderkrebsstation in Sumy mit Ihren Müttern freuen sich über die fertiggestellte Kinderstation.Natalia Vinogradova

Vertreter des Diözesan-Caritasverbandes Trier und der Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf-Heddert e.V. nahmen an der Übergabe der Station teil. "Dieses gemeinsam erreichte Ziel erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit gegenüber allen, die zum Erfolg beigetragen haben" fasste Jutta Kirchen, die Auslandshilfereferentin des Diözesan-Caritasverbandes, zusammen. "Ich sage jeden Tag Danke", formulierte eine Elternsprecherin im Namen der betroffenen Familien. Heute überleben 80 Prozent der erkrankten Kinder mit guten Perspektiven für die Zukunft.

Die Hilfe begann im Jahr 2006, als der Diözesan-Caritasverband die Kinderkrebsstation des Regionalkrankenhauses in Sumy aus Spendenmitteln unterstützte. Anlass war die desolate Lage der Klinik: Keine medizinischen Geräte, zu wenige Medikamente für die Chemotherapie und bauliche Zustände. die für die Genesung der kleinen Patienten abträglich waren. Unter diesen Rahmenbedingungen starben 70 Prozent der Kinder. Die Kosten für die Medikamente brachten ganze Familien um ihre Existenz. "Unsere Kinder müssen sterben, weil es in unserem Land keine Hilfe gibt", so die damalige Aussage einer betroffenen Mutter. Seit 2006 finanzierte der Diözesan-Caritasverband Trier medizinisches Gerät und Ausstattung im Wert von über 100.000 Euro.

Bald fanden sich neue engagierte Mitstreiter für dieses Projekt. Die Antonia-Ruut-Stiftung (Trier) finanzierte weitere medizinische Geräte, darunter eine Sicherheitswerkbank zur Medikamentenzubereitung für die Chemotherapie. Von diesen Geräten gibt es nur zwei in der gesamten Ukraine.

Für den jahrelangen Umbau der gesamten Station, in der sich Kinder, Eltern und medizinisches Personal wohl fühlen sollten, sorgten die Männer und Frauen der Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf-Heddert e.V. In den vergangenen neun Jahren leisteten sie ehrenamtlich rund 18.090 Arbeitsstunden, um die Station in Sumy auf einen modernen, hygienischen und technischen Topzustand zu bringen. "In Kiew ist es nicht schön im Krankenhaus, aber hier ist es fast wie ein Zuhause", so der kleine Patient Vitali. Die Kinder fühlen sich in den freundlich und kindgerechten Zimmern wohl. Baumaterial, Einrichtung und weitere Sachspenden im Wert von über einer Million Euro, die von der Not- und Katastrophenhilfe Schöndorf-Heddert e.V. investiert wurden, kamen dem Krankenhaus zugute.

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