Zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe vom 14. und 15. Juli 2021 richtet der Caritasverband für die Diözese Trier den Blick nach vorne. Mit den Erfahrungen von Joachim Schäferbarthold, Judith Wörz-Becker und Susanne Willems aus der Fluthilfekoordination baut der Diözesan-Caritasverband Trier ein Krisen- und Katastrophenmanagement auf.Foto: DiCV Trier/Kristina Kattler
Die Erfahrungen aus der Fluthilfe sowie weiteren Krisenlagen der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig eine verlässliche Krisenvorsorge und klare Strukturen für den Ernstfall sind. Vor diesem Hintergrund wurde das bisherige Referat Fluthilfekoordination zum Krisen- und Katastrophenmanagement weiterentwickelt.
"Die Flutkatastrophe hat uns eindrücklich vor Augen geführt, wie wichtig schnelle Hilfe, klare Zuständigkeiten und verlässliche Strukturen in Krisensituationen sind. Diese Erfahrungen wollen wir bewahren und für die Zukunft nutzbar machen", erklärt Susanne Willems, Referentin für Krisen- und Katastrophenmanagement.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie vielfältig die Herausforderungen für die Gesellschaft und insbesondere für soziale Einrichtungen sein können. Neben der Flutkatastrophe prägten Corona-Pandemie, Energieengpässe und weitere Krisen das gesellschaftliche Leben.
Der Diözesan-Caritasverband Trier reagiert darauf mit der Weiterentwicklung und dem Ausbau eines systematischen Krisen- und Katastrophenmanagements, das die Handlungsfähigkeit der verbandlichen Caritas im Bistum Trier langfristig stärken soll. Ziel ist es, organisatorische Abläufe weiterzuentwickeln, Zuständigkeiten verbindlich zu klären und die Zusammenarbeit innerhalb der Caritas sowie mit externen Partnern, wie dem Katastrophenschutz auszubauen. So sollen Krisen künftig noch koordinierter bewältigt und ihre Auswirkungen auf betroffene Menschen möglichst begrenzt werden.
Gleichzeitig nähert sich die Fluthilfe ihrem Abschluss am 31.12.2026. So enden die finanzielle Unterstützung der Betroffenen, die psychosozialen Beratungsangebote sowie die sozialräumlichen Projekte der Caritas.
"Die Fluthilfe endet, die Verantwortung bleibt", so Christoph Wutz, Diözesan-Caritasdirektor. "Wir möchten die Erkenntnisse aus der Katastrophe dauerhaft sichern und in tragfähige Konzepte überführen. Unser Ziel ist es, aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre zu lernen und belastbare Strukturen zu schaffen, die eine wirksame Unterstützung von Menschen in Krisenlagen ermöglichen."