Was im Juli 2024 als Projekt im Caritasverband für die Diözese Trier e. V. begann, wird in einer gemeinsamen und zukunftsorientierten Struktur gefestigt: Zum 1. Oktober 2026 startet das Caritas Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Integration gemeinsam mit 20 Kooperationspartnern in eine zweijährige Aufbauphase. Eingebettet in die Abteilung Gesundheit und Pflege des Diözesan-Caritasverbandes Trier (DiCV Trier) unterstützt das Kompetenzzentrum Träger und Einrichtungen im Bistum Trier mit einem ganzheitlichen Ansatz beim Thema Fachkräftesicherung in der Pflege. Ziel ist es, Know-how und Ressourcen zu bündeln, Einrichtungen zu entlasten und nachhaltige Strukturen für die internationale Fachkräftesicherung aufzubauen.
Ein Meilenstein für das Team des Caritas Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Integration bestehend aus Thomas Jungen, Dr. Anett Schmitz, Carmelita Kimmig, Katharina Kuhn: Zum 1. Oktober beginnt die zweijährige Aufbauphase mit 20 Kooperationspartnern. Ziel ist es, Know-how und Ressourcen zu bündeln, Einrichtungen zu entlasten und nachhaltige Strukturen für die internationale Fachkräftesicherung aufzubauen. Foto: Propeller
Vom Projekt zur gemeinsamen Struktur
Hinter dem Kompetenzzentrum stehen mehr als zwei Jahre Projektarbeit und die Idee, internationale Fachkräftesicherung nicht als Aufgabe einzelner Einrichtungen zu betrachten, sondern gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. "Mit dem Kompetenzzentrum schaffen wir eine trägerübergreifende Struktur für ein strategisches Zukunftsthema. Als Dach- und Spitzenverband unterstützen wir unsere Träger dort, wo Herausforderungen gemeinsam besser bewältigt werden können", erklären der Diözesan-Caritasvorsitzende Domkapitular Benedikt Welter und Diözesan-Caritasdirektor Christoph Wutz.
Dafür entwickelten Dr. Anett Schmitz (DiCV Trier) und Carmelita Kimmig (cts) unter der Projektleitung von Thomas Jungen (DiCV Trier) die fachlichen und operativen Strukturen für das Kompetenzzentrum und überführten diese gemeinsam in die Praxis. Katharina Kuhn (DICV Trier) begleitet die administrativen und organisatorischen Prozesse.
Für Dr. Anett Schmitz ist der Start des Kompetenzzentrums auch ein Zeichen dafür, was aus gemeinsamer Verantwortung und Zusammenarbeit entstehen kann: "Mit dem Kompetenzzentrum ist aus einer Projektidee eine gemeinsame Struktur entstanden. Es geht uns nicht nur um Prozesse und Fachkräftesicherung, sondern vor allem um Menschen, die hier gute Perspektiven finden sollen, und um Einrichtungen, die wir auf diesem Weg verlässlich unterstützen. Dass wir diesen Meilenstein als Team erreicht haben und diesen Weg nun mit unseren Kooperationspartnern weitergehen, zeigt, was gemeinsames Handeln innerhalb der Caritas möglich macht."
Beratung, Fachkräftegewinnung und Integration aus einer Hand
Das modulare Angebot des Kompetenzzentrums umfasst Beratung und praxisnahe Arbeitshilfen, aufenthaltsrechtliche Unterstützung, Schulungen und Workshops zur Vorbereitung der Teams sowie die Gewinnung internationaler Pflegefachkräfte und Auszubildende über kirchliche Kooperationspartner im Ausland.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Begleitung der Einrichtungen. Gute Vorbereitung, verlässliche Abläufe und eine langfristig angelegte Integration sind entscheidend.
Carmelita Kimmig, die das Projekt von Beginn an begleitet, betont: "In der Praxis zeigt sich, wie wichtig verlässliche und niedrigschwellige Lösungen sind, die zu den konkreten Bedarfen und Situationen in den Einrichtungen passen."
Zusammen geht was: Caritas verbindet
Zum 1. Oktober starten diese Träger und ihre Einrichtungen gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum in die zweijährige Aufbauphase: Barmherzige Brüder Trier gGmbH, Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH, Caritas-Akademie für Gesundheitsberufe Saar gGmbH, Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e. V., Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e. V., Caritasverband Saar-Hochwald e. V., Caritasverband Trier e. V., Caritasverband Westeifel e. V., cusanus trägergesellschaft trier mbH gemeinsam mit ctt Reha-Fachkliniken GmbH, Franziskanerinnen vom hl. Josef Seniorenhilfe GmbH, Gesellschaft der Katharinenschwestern mbH, Heinrich-Haus Seniorenzentrum GmbH und Heinrich-Haus gGmbH Ambulante Pflege (JG-Gruppe), Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH, Marienhaus GmbH, Marienkrankenhaus Cochem GmbH, St. Jakobus Hospiz gGmbH, St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH, Stiftung Hospital St. Wendel gGmbH, Stiftung Langwied und Vereinigte Hospitien.
Die Kooperation ermöglicht es den beteiligten Trägern, auf gebündeltes Fachwissen, internationale Kooperationen und gemeinsame Unterstützungsstrukturen zurückzugreifen. So entsteht eine Struktur, die Ressourcen bündelt und internationale Fachkräftesicherung gemeinsam weiterentwickelt.
Begleitet wird der Start durch einen neuen Internetauftritt des Kompetenzzentrums. Dort steht den Kooperationspartnern zusätzlich ein geschützter Login-Bereich mit weiterführenden Arbeitshilfen, Dokumenten und Fachinformationen zur Verfügung.