Fonds „Von der Armut zur Teilhabe“
Mit dem Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" unterstützt der Caritasverband für die Diözese Trier e. V. innovative Projekte die Menschen in schwierigen Lebenslagen neue Perspektiven eröffnen.
Mit dem Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" unterstützt der Caritasverband für die Diözese Trier e. V. innovative Projekte die Menschen in schwierigen Lebenslagen neue Perspektiven eröffnen.
Armut wird in diesem Zusammenhang umfassend verstanden: Neben materieller Not umfasst sie auch soziale und psychische Belastungen. Dazu zählen beispielsweise Ausgrenzung,
Einsamkeit oder existenzielle Lebenskrisen - Faktoren, die die Lebensgestaltung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erheblich einschränken können.
Der Fonds unterstützt innovative Projekte und neue Ansätze in der Armutsbekämpfung - insbesondere dort, wo bestehende Hilfesysteme nicht ausreichen oder Menschen nicht bedarfsgerecht erreichen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Modellprojekten, die gemeinsam vom Diözesan-Caritasverband und den Antragstellenden entwickelt werden. So verbinden wir fachliche Expertise mit praktischen Erfahrungen vor Ort und schaffen wirkungsvolle, zukunftsorientierte Lösungen.
Geförderte Projekte zeichnen sich insbesondere aus durch:
• neue fachliche Ansätze und Weiterentwicklungen in der sozialen Arbeit
• die aktive Einbindung von Betroffenen
• eine lebenswelt- und sozialraumorientierte Arbeitsweise
• eine gute Vernetzung mit bestehenden Diensten und pastoralen Räumen
• Nachhaltigkeit im Sinne von Empowerment und Hilfe zur Selbsthilfe
Antragsberechtigt sind:
• Orts-Caritasverbände
• Personalfachverbände (in Abstimmung mit den Orts-Caritasverbänden)
• dem Caritasverband zugeordnete Einrichtungen
• Pfarrgemeinden
Zur Vorbesprechung Ihres Vorhabens bitten wir Sie, vor der Antragstellung Kontakt aufzunehmen:
Dr. Nina Krämer-Kupka
+49 651 9493-206
kraemer-kupka-n@caritas-trier.de
Armut und soziale Ausgrenzung betreffen viele Menschen - oft mitten in unserer Region. Mit dem Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" unterstützt der Caritasverband für die Diözese Trier e. V. Projekte, die neue Wege aufzeigen, damit Menschen wieder stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen.
Damit diese Projekte entstehen können, braucht es engagierte Partner und Menschen, die solidarisch handeln. Spenden helfen, innovative Ideen der Ortscaritasverbände umzusetzen und dort zu helfen, wo Unterstützung besonders gebraucht wird.
Jede Spende trägt dazu bei, neue Projekte anzustoßen, Perspektiven zu schaffen und Menschen zu stärken. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Ausgrenzung überwunden wird und mehr Menschen in unserer Region die Chance auf ein Leben in Würde und Teilhabe erhalten.
Helfen Sie mit.
Jeder Euro, der in den Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" fließt, trägt dazu bei, Menschen in schwierigen Lebenslagen nachhaltig zu unterstützen. Gefördert werden Projekte, die neue Wege der Hilfe entwickeln, bestehende Angebote besser vernetzen und Menschen frühzeitig erreichen. Alle geförderten Vorhaben legen Sachberichte und Verwendungsnachweise vor - damit Sie sicher sein können: Ihre Spende kommt an. Zwei Beispiele zeigen, was mit Ihrer Unterstützung möglich wird.
"Familienbüro Plus", Sulzbach - Damit Kinder faire Chancen erhalten
Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. Armut bedeutet nicht nur fehlendes Einkommen, sondern oft auch eingeschränkte Bildungschancen, soziale Ausgrenzung und weniger Möglichkeiten zur Teilhabe. Gerade in den ersten Lebensjahren entscheidet sich häufig, ob Kinder diese Benachteiligung überwinden können.
Im saarländischen Sulzbach setzt der Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e. V. mit dem "Familienbüro Plus" genau hier an. Die Präventionsnetzwerkstelle gegen Kinderarmut unterstützt Familien niedrigschwellig und alltagsnah. Eltern erhalten Beratung und Begleitung bei der Beantragung von Sozialleistungen, damit finanzielle Hilfen tatsächlich bei den Familien ankommen. Gleichzeitig entstehen konkrete Angebote für Kinder und Eltern: Kinder ohne vorherigen Kitabesuch werden gezielt auf den Schulstart vorbereitet, Begegnungsangebote stärken Familien im Alltag und gemeinsame Aktivitäten fördern gesunde Ernährung und soziale Kontakte.
Das Familienbüro arbeitet eng mit Jugendamt, Jobcenter, Beratungsstellen und weiteren Partnern zusammen. So entsteht ein tragfähiges Netzwerk, das Familien früh erreicht und langfristig begleitet. Der Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" trägt dazu bei, diese präventiven Strukturen vor Ort zu sichern und weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zum Projekt "Familienbüro Plus" in Sulzbach finden Sie unter anderem in einem Bericht der Caritas-Pressestelle:
Mehr zu den Caritas-Familienbüros:
"Von Housing Only zu Housing First", Neuwied - Ein Zuhause als erster Schritt zurück ins Leben
Wohnungslosigkeit entsteht selten von heute auf morgen. Krankheit, Trennung, Schulden oder der Verlust der Arbeit können dazu führen, dass Menschen ihre Wohnung verlieren. Ohne festen Wohnsitz bleibt der Zugang zum Wohnungsmarkt meist dauerhaft verschlossen. Auch im Kreis Neuwied wächst die Zahl der Menschen, die ohne eigenes Zuhause leben.
Der Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e. V. geht mit dem Projekt "Von Housing Only zu Housing First" einen neuen Weg. Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll: Wohnen ist ein Grundrecht. Housing First bedeutet, obdachlosen Menschen direkt und ohne Vorbedingungen (z. B. Abstinenz oder Therapie) eine eigene, reguläre Wohnung mit unbefristetem Mietvertrag zur Verfügung zu stellen. Der Ansatz versteht die eigene Wohnung nicht als Belohnung am Ende eines Hilfeprozesses, sondern als Ausgangspunkt für Stabilisierung und soziale Teilhabe. Ein sicheres Zuhause schafft die Grundlage, um Stabilität zurückzugewinnen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Nach dem Einzug werden die neuen Mieterinnen und Mieter kontinuierlich begleitet. Sozialpädagogische Fachkräfte der Caritas unterstützen sie bei der Stabilisierung ihrer Lebenssituation, bei gesundheitlichen Fragen, der Klärung finanzieller Probleme und bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven. Ziel ist ein dauerhaft selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung.
Der Fonds "Von der Armut zur Teilhabe" hilft dabei, solche innovativen Ansätze vor Ort zu ermöglichen. Ihre Spende stärkt damit Projekte, die Menschen neue Chancen eröffnen und zeigt: Ein Zuhause ist oft der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben.
Über das Projekt "Von Housing Only zu Housing First" in Neuwied berichteten auch Tagesschau und SWR. Den Beitrag "Wohnung statt Straße: Wie ‚Housing First‘ in Neuwied Obdachlosen hilft" (21.01.2026) finden Sie hier:
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/koblenz/kampf-gegen-obdachlosigkeit-housing-first-im-kreis-neuwied-100.html