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Stand: 18.07.2017

Was wir tun

Altenhilfe

Stationär: Individuelle Angebote

Drei Referenten bzw. Referentinnen mit entsprechenden Verwaltungsmitarbeiterinnen

  • bearbeiten Fragestellungen im Rahmen der Fachberatung der Mitglieder (Träger von Einrichtungen)
  • übernehmen die spitzenverbandliche Vertretung der Mitglieder im Rahmen der Pflegegesellschaften in Rheinland-Pfalz und im Saarland bzw. den Ligen der Freien Wohlfahrtspflege sowie den Ministerien und Gremien der öffentlichen Hand
  • koordinieren und organisieren Fort- und Weiterbildungsangebote in Zusammenarbeit mit dem Fortbildungsinstitut des Diözesan-Caritasverbandes, der Lernstatt Zukunft.

alter Mann mit PflegerFoto: KNA/Oppitz

Die katholischen Einrichtungen der Altenhilfe wollen "Orte des Lebens sein, in denen im Miteinander und Füreinander von Bewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und freiwilligen Helfern, Fähigkeiten nicht verkümmern, unverwechselbares Leben nicht eingeengt wird, Menschen in Würde altern dürfen und Wegbegleitung bis zum Tod finden." (Rahmenkonzeption Altenhilfe des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V.)

 

Die katholischen Träger und Einrichtungen der Altenhilfe in den Diözesen Trier, Speyer, Mainz, Limburg und Köln vertreten auf der Basis ihrer gemeinsamen Grundlagen und Ziele ihre Werte und bringen diese in die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungs­prozesse ein. Zu diesem Zweck haben sie sich zur Caritas-Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe Rheinland-Pfalz/Saarland zusammengeschlossen.

Individuelle Angebote

Servicewohnen

Betreutes Wohnen oder Servicewohnen ist eine Wohnform, die ältere Menschen in frühzeitiger Vorbereitung auf das höhere Lebensalter wählen. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, das eigene Haus zu groß geworden und immer schwieriger zu bewirtschaften ist, stellt das Wohnen mit Service auch eine Alternative dar. Barrierefreier Wohnraum in angemessener Größe und optimalem Zuschnitt, in Verbindung mit frei wählbaren Leistungen der Hauswirtschaft und bei Bedarf Leistungen der ambulanten Pflege, bieten Komfort, maximale Selbstständigkeit und Freiheit bei gleichzeitig erhöhter Sicherheit und Hilfe im Bedarfsfall.

Ambulante Wohngemeinschaften

Ambulante Wohngemeinschaften - selbstorganisierte oder unternehmergetragene - stellen die jüngste und modernste unterstützte Wohnform älterer und pflegebedürftiger Menschen dar. Diese wurde im Zuge der gesetzlichen Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes I (vom 23.12.2014) deutlich hervorgehoben.

In diesen ambulantisierten Wohngemeinschaften leben, je nach Bundesland verschieden, 8 bis 12 pflegebedürftige Menschen in einer Mietergemeinschaft in Gemeinschaftsräumen und persönlichen Einzelzimmern. Bei der selbstorganisierten Wohngemeinschaft organisieren es die älteren Menschen als Mietergemeinschaft selbstständig, miteinander zu wohnen und sich bei Bedarf Leistungen der Hauswirtschaft und Pflege einzukaufen. Hierzu erhalten sie in einem bestimmten Umfang einen Wohngruppenzuschlag, der zur Anstellung einer hauswirtschaftlichen Präsenzkraft dient. Im Rahmen ihres Sachleistungsanspruchs nach § 36 Sozialgesetzbuch SGB XI wählen sie frei die Dienste eines zugelassenen ambulanten Pflegedienstes, der für  Leistungen der Grund- und ärztlich verordneten Behandlungspflege erbringt.

Bei der unternehmergetragenen ambulantisierten Wohngemeinschaft gibt es einen gesamtverantwortlichen Unternehmer. Er ist  in der Regel entweder als Vermieter oder als der frei gewählte Anbieter des ambulanten Dienstes für die Sicherheit und Funktionsfähigkeit  des Gesamtversorgungskonzeptes der ambulanten Wohngemeinschaft verantwortlich.

Tagespflege

Tagespflege nach § 41 SGB XI ist sogenannte teilstationäre Pflege. Dabei nutzt der Tagespflegegast in der Regel an den Wochentagen, die er selbst festlegt, tagsüber die Betreuung und Pflege in der Einrichtung. Er behält also seine häusliche Umgebung und seine eigene Wohnung. Tagespflege ist damit für Menschen geeignet, die noch nicht so hilfebedürftig sind, dass ein Aufenthalt in einer vollstationären Einrichtung erforderlich wird, dennoch aber Begleitung über den Tag benötigen und wünschen. In der Tagespflege werden über die Leistungen der Betreuung und Pflege hinaus die ärztlich verordnete Behandlungspflege (sofern sie nicht zuhause stattfindet) und die hauswirtschaftliche Versorgung mit Mahlzeiten (beginnend mit dem Frühstück, endend mit dem Mittagskaffee) erbracht.

Die Tagespflegegäste können in Gesellschaft mit anderen Menschen vielfältige, anregende Angebote für  Körper, Seele und Geist wahrnehmen. Tagespflege hat daher immer auch einen aktivierenden, rehabilitativen Anspruch.

Durch die Tagespflege werden pflegende Angehörige entlastet, da sie in der Zeit des Tagespflegeaufenthaltes ihre Zeit für eigene Aktivitäten nutzen können. Dadurch wird häusliche Pflegebereitschaft erhalten und der Verbleib in der häuslichen Umgebung so lange wie möglich gesichert.

Kurzzeitpflege

Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI ist gewissermaßen zeitlich befristete, vollstationäre Pflege. Das heißt, der pflegebedürftige Mensch wird für einen begrenzten Zeitraum (der gesetzliche Anspruch beträgt aktuell noch 4 Wochen pro Jahr, ab 2017 acht Wochen pro Jahr) in der Kurzzeitpflege aufgenommen und wird dort umfassend betreut und gepflegt. Kurzzeitpflege kommt bei anspruchsberechtigten Pflegebedürftigen häufig zum Einsatz, wenn häuslich pflegende Angehörige Urlaub machen wollen oder selbst erkranken und somit ein Ersatz für die Pflege gefunden werden muss.

Darüber hinaus wird Kurzzeitpflege oft nach Krankenhausaufenthalten der Pflegebedürftigen genutzt, die nach  einem Klinikaufenthalt weiterhin  Pflege und Rehabilitation brauchen. Durch den Aufenthalt in der Kurzzeitpflege wird die Rückkehr in die gewohnte häusliche Pflegesituation vorbereitet und ermöglicht.

Altenheime

Die sogenannte "vollstationäre Pflege" nach § 43 SGB XI erfolgt in stationären Altenpflegeeinrichtungen. Die stationäre Altenpflegeeinrichtung kommt für pflegebedürftige Menschen in Frage, die aufgrund ihres hohen Pflege- und Betreuungsbedarfes in der eigenen Häuslichkeit bzw. ambulant und teilstationär nicht mehr angemessen betreut werden können.

Insofern werden Betreuung und Pflege, medizinische und hauswirtschaftliche Versorgung über 24 Stunden fachlich qualifiziert sichergestellt.

Dabei orientieren sich moderne vollstationäre Einrichtungen konzeptionell am Vorbild des Lebens in der Häuslichkeit und der eigenen Familie.

Dies bedeutet Wohnen in der Pflege, in überschaubaren Wohngemeinschaften mit einer begrenzten Anzahl an Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern, in eigenen Einzelzimmern und einer gemeinschaftlichen Wohnküche, in der sich, wie zuhause das Leben und Wirtschaften abspielt. Hier kann der Bewohner dann auf Wunsch mitarbeiten und so auch ein Stück Alltagsnormalität miterleben, die für ihn anregend ist.

So können alte Menschen trotz Unterstützungsbedarf ihr individuelles Leben im Alter fortführen. Damit dies gelingt, ist es allerdings wichtig, dass sich jeder  frühzeitig genug über das eigene Leben im Alter Gedanken macht, wie man im Alter leben und wohnen möchte und welche Möglichkeiten es gibt, dies zu realisieren.


 

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